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Harsche Kritik an der Verweigerungshaltung der Bahn gegenüber landwirtschaftlichen Belangen bei der Trassen-
erweiterung hat der BLHV geübt. In einem Schreiben an die Bundestagsabgeordneten fordert der Verband, die Sonder-
stellung des Eisenbahnbundesamtes zu prüfen und bäuer-
liche Interessen zu wahren. Der Aus- und Neubau der Rheintalbahn, so der BLHV in seinem Schreiben an die südbadischen Bundestags-
abgeordneten, bewege die Bevölkerung. Sie wünsche sich eine bürger- und umweltverträgliche Bahntrasse. Dabei komme das Verhalten der Bahn zunehmend in Kritik. Landwirte und insbesondere solche auf Aussiedler-
höfen in unmittelbarer Trassennähe seien vom Bahn-
ausbau besonders hart betroffen. Landwirten werde durch vielfältige Infrastrukturvorhaben wie den Bahn-
ausbau, das Integrierte Rheinprogramm oder den Autobahnausbau die wichtigste Produktionsgrundlage, der Boden, entzogen. Hinzu komme, dass durch gesetz-
lich geregelte Ausgleichsverpflichtungen für betroffene Wald- oder Naturschutzflächen ein zusätzlicher Flächen-
entzug für Landwirte eintrete. Dieser Flächenentzug könne angesichts einer immer drängenderen Ernäh-
rungssicherung auch für kommende Generationen nicht unverändert fortgeführt werden. Landwirtschaftliche Bodennutzung dürfe anderen Belangen nicht geopfert werden, so der BLHV. |
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