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  Globalisierung und Regionalität nutzen  
11.03.2010   
 
  Mehr Solidarität unter Bauern und die Möglichkeit eines Sicherheitsnetzes für die Höfe forderte BLHV-Präsident Werner Räpple. In seinem Grundsatzreferat am 2. März in Emmendingen-Mundingen verwies Räpple auf Heraus-
forderungen und Chancen der Landwirtschaft zwischen Globalisierung und Regionalität.

„Mit Optimismus und viel Schwung aus den erfolgreichen Jahren 2007 und 2008 sind wir in das Jahr 2009 gestar-
tet“, so Präsident Werner Räpple in seinem kurzen Rückblick. Doch die Finanzkrise und der Preisverfall für Milch, Getreide, Obst und Gemüse seien dramatisch gewesen. Trauriges Beispiel dafür sei der Preis für einen Kopf Salat beim Discounter von neun Cent. Die Betriebs-
kosten etwa für Kraftstoff seien hingegen drastisch gestiegen. „Das Einkommen der Landwirte sank im vergangenen Wirtschaftsjahr um 24 Prozent“, beklagte Räpple. Ohne das Sonderprogramm der Bundesregierung mit einer Entlastung bei den Beiträgen zur Landwirt-
schaftlichen Sozialversicherung, der Aussetzung der Unter- und Obergrenze bei der Agrardieselsteuer-Teilerstattung sowie der Gewährung einer Grünland-
prämie für Milchviehhalter hätten viele Betriebe finanziell nicht überlebt.

 
 
 
Räpple in der Kreisversammlung in Emmendingen-Mundingen: Strukturentwicklungen selbst in die Hand nehmen.
     
 
  EU-Finanzen zuerst klären  
11.03.2010   
 
  Es wäre verfrüht, Details der Agrarpolitik nach 2013 schon zum jetzigen Zeitpunkt festzulegen. Dies sagte Joseph Daul, Vorsitzender des Agrarausschusses des Europaparlaments, bei einem Treffen mit Vertretern des Berufsstandes und der Landwirtschaftsverwaltung.

Die Aussprache fand im Rahmen des Interregionalen Netzes für Bildung und Entwicklung im ländlichen Raum (Ri2) am 8. März in Straßburg statt. Von Seiten des BLHV nahmen unter anderen Vizepräsident Karl Silberer und Hauptgeschäftsführer Gerhard Henninger teil. Daul sprach sich vehement dafür aus, erst einmal eine Leitlinie für die Finanzperspektive nach 2013 festzulegen. Der Agrarpolitiker gab der Hoffnung Ausdruck, dass die Finanzperspektive bis zur nächsten Europawahl unter Dach und Fach sein werde. Wichtige Ziele seien, die Finanzausstattung zu erhalten und nicht ausgegebene Finanzmittel nicht mehr an die Mitgliedstaaten zurück-
gehen zu lassen. Hier erwartet Daul im kommenden Jahr harte Auseinandersetzungen mit den Mitgliedstaaten.

 
 
 
Joseph Daul (l.) und Karl Silberer: Harte Auseinandersetzungen stehen bevor.
     
 
  Würtenberger kommt zur AfH  
05.03.2010   
 
  Zu einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung mit dem Freiburger Regierungspräsidenten Julian Würtenberger lädt die Arbeitsgemeinschaft für Höhenlandwirtschaft (AfH) im Anschluss an ihre diesjährige Mitgliederversammlung in Lenzkirch-Saig ein.

Die öffentliche Diskussionsveranstaltung beginnt um 13.30 Uhr mit einem Einführungsreferat des Regierungs-
präsidenten zu „Perspektiven der Höhenlandwirtschaft“. Anschließend besteht die Möglichkeit zu einer offenen Diskussion. Die öffentliche Veranstaltung findet statt am Samstag, 13. März 2010 von 13.15 Uhr bis etwa 15 Uhr im Hotel- und Schwarzwaldgasthof „Ochsen“, Dorfplatz 1 in Lenzkirch-Saig. Im Vorfeld der öffentlichen Veranstal-
tung beraten die Mitglieder der AfH über eine Resolution zur aktuellen Situation der Höhenlandwirte und zur
GAP-Reform.

 
     
 
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