Zur Sicherung der Grünlandbewirtschaftung in Mittelge-
birgsregionen sind besondere Fördermaßnahmen unver-
zichtbar.
Das bekräftigen jetzt auch die Landräte der Kreise Lörrach und Waldshut. Sie unterstützen die Ziele der Entschließung des BLHV und der Arbeitsgemeinschaft für Höhenlandwirtschaft „Landwirtschaft sichert Zukunft der Mittelgebirge“. Darin wird die rechtliche Absicherung der Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete und deren weiterer Ausbau gefordert. Ebenso ist eine zusätzliche tierbezogene Zahlung angemahnt, die aus einem euro-
päischen Milchfonds finanziert werden soll. Die Land-
kreise unterstützen auch die Forderung des Verbandes nach einer verbesserten Investitionshilfe für Betriebe in benachteiligten Gebieten.
Grundsätzlich versichern die Landkreise, dass sie auch in Zukunft eine fachlich qualifizierte Beratung der Landwirte anbieten werden. Sie verweisen zugleich auf die von der Landesregierung auferlegte Effizienzrendite von 20 Pro-
zent, die zu Personalabbau zwinge, sowie auf die auf-
wendige Antragsbearbeitung für EU-Prämien.
Schwarzwildbestand konsequent mindern
09.05.2008
Die Schwarzwildpopulation stellt eine erhebliche Heraus-
forderung für Landwirte und Jägerschaft dar. Schwarzwild-
schäden haben vielerorts eine unerträgliche Höhe erreicht. Zur Schadensminderung ist eine partnerschaftliche Zu-
sammenarbeit zwischen Jagdpächtern mit Land- und Forstwirten erforderlich.
Darauf verständigten sich Vertreter des BLHV, des Landesjagdverbandes, des Landesverbandes der Jagdaufseher und der Forstverwaltung bei einem Spitzengespräch am 28. April im Haus der Bauern in Freiburg. BLHV-Präsident Werner Räpple und Vize-
präsident Karl Rombach, MdL, bekräftigten die Forderungen des Verbandes nach einer massiven Bestandsreduzierung. Sie verwiesen dabei auf das im Bundesjagdgesetz verankerte Gebot, Hege und Jagd so zu betreiben, dass Wildschäden in land- und forstwirt-
schaftlichen Kulturen möglichst vermieden oder auf ein erträgliches Maß reduziert werden. Angesichts der Unstetigkeit des Schwarzwildes sei die Jägerschaft aufgefordert, verstärkt revierübergreifend Schwarzwild zu bejagen. Es könne nicht sein, dass Land- und Forst-
wirte als Eigentümer des Jagdrechtes die Folgen der Uneinigkeit benachbarter Jagdpächter über eine zeit-
weise gemeinsame Bejagung zu schultern haben.
Liquiditätshilfen und Bürgschaften fordert der BLHV erneut für Schweinezucht- und Schweinemastbetriebe. Das extrem lange und ruinöse Preistief auf den Absatzmärkten und enorme Kostensteigerungen für Futtermittel und Energie hat die wirtschaftliche Lage vieler Veredelungsbetriebe dramatisch verschlechtert.
Der BLHV hatte bereits in seiner Verbandsausschuss-
sitzung am 21. Februar die Forderung an Ministerial-
dirigent Joachim Hauck und die Landesregierung erhoben, zur Abwendung der Zahlungsunfähigkeit der Betriebe Liquiditätshilfen und Bürgschaften zu gewähren. Aus Sicht des Verbandes kann ein solches Begehren nicht mit dem Hinweis abgetan werden, dass die Betriebe allein das unternehmerische Risiko von Preis-
schwankungen zu tragen haben. Veredelungsbetrieben, die erst vor wenigen Jahren erhebliche Investitionen getätigt haben, sei nicht vorzuhalten, dass sie eigen-
verschuldet in Not geraten sind. Die Landwirtschafts-
verwaltung und die Spitze des Agrarministeriums, so der BLHV, haben bis in die jüngste Vergangenheit auf die defizitäre Versorgungslage des Landes im Schweine-
fleischbereich verwiesen und zu Zukunftsinvestitionen in dieser Branche geraten. In zahlreichen Fällen mit erheblichem Investitionsaufwand in den vergangenen Jahren könne der Kapitaldienst nicht mehr erfüllt werden.